Netiquette

Bei der Kommunikation über das Internet sollten gewisse Regeln eingehalten werden, die meist unter dem Begriff Netiquette zusammengefasst sind. Die Jugendlichen müssen verstehen, dass ihr Gegenüber – auch wenn die Kommunikation über einen Computer läuft – keine Maschine, sondern eine echte Person ist und sich entsprechend verhalten. Das beginnt mit einer höflichen Begrüßung, einer höflichen Nachfrage oder Entschuldigung, wenn etwas nicht verstanden wurde und endet mit einer Verabschiedung. Wenn mehrere Gruppen parallel an verschiedenen Rechnern arbeiten, können Sie als Lehrkraft nicht überall sein. Es ist daher besonders wichtig,  die Aufgabenstellungen an die Schüler im Vorhinein gut zu durchdenken – wenn die Schüler eine konkrete Aufgabe zu erfüllen haben, ist auch das Risiko geringer, aus Langeweile dem Gegenüber fragwürdige Links zu schicken oder dem französischen Partner die deutschen Schimpfwörter näher zu bringen. Die Hemmschwelle ist im Internet häufig geringer als im echten Leben, da man sich hinter seinem Bildschirm oder auch hinter einem Pseudonym verstecken kann und eine gewisse “Entpersonalisierung” stattfindet. Cybermobbing, d.h. die Drangsalierung über moderne Kommunikationsmedien, im Internet, in Chatrooms oder  beim Instant Messaging ist ein verbreitetes Problem, das auch Ihren Schülerinnen und Schülern nicht unbekannt sein dürfte. Thematisieren Sie die Problematik auch im Unterricht und stellen Sie Regeln für die Internetarbeit auf. Auch empfehlen wir Ihnen, dass Ihre Schüler nicht unter Pseudonymen sondern mit Ihren echten Namen arbeiten, um auch hierdurch das Risiko des Cybermobbings zu senken.

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